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Mit Diabetes sicher im Krankenhaus

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zeichnet Augusta-Krankenhaus, Marien Hospital Düsseldorf und St. Vinzenz-Krankenhaus für das Diabetesbetreuungssystem durch das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum aus.

Die Einstellung und Dauerbetreuung einer Diabeteserkrankung erfolgt seit Jahren ambulant. Jedoch kommen Menschen mit Diabetes immer wieder wegen anderer Erkrankungen ins Krankenhaus, etwa für eine Operation. Doch hier ist es sehr wichtig, dass die Blutzuckerwerte optimal eingestellt werden, da die Gefahr von Komplikationen wie Infektionen bei Blutzuckerentgleisungen ansteigt. Die drei Kliniken des VKKD | Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf  gehören zu bundesweit nur 92 Kliniken, die sicher gewährleisten, dass sich Patientinnen und Patienten mit Diabetes darauf verlassen können, diabetologisch optimal betreut zu werden. Das Augusta-Krankenhaus, das Marien Hospital Düsseldorf und das St. Vinzenz-Krankenhaus wurden als einzige Kliniken in Düsseldorf von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erneut mit dem Qualitätssiegel  „Klinik mit Diabetes im Blick DDG“ (vorher „Klinik für Diabetespatienten geeignet“) ausgezeichnet.

Diabetes ist die Volkskrankheit Nummer eins in Deutschland: Mehr als sechs Millionen Menschen sind betroffen. Entsprechend häufig behandeln Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte in Kliniken Patientinnen und Patienten, die neben ihrer aktuellen Erkrankung auch an Diabetes mellitus leiden. „Patientinnen und Patienten sollten darauf achten, dass das Klinikpersonal über eine fundierte Diabeteskompetenz verfügt“, sagt DDG-Präsident Prof. Dr. Andreas Neu. Zu diesem Zweck wurde das Zertifikat „Klinik mit Diabetes im Blick DDG“ entwickelt. „Das Augusta-Krankenhaus, das Marien Hospital Düsseldorf und das St. Vinzenz-Krankenhaus stellen die fachübergreifende Diabetesbetreuung durch das WDGZ sicher, von der Patientinnen und Patienten in allen Bereichen der Klinik profitieren“, so Neu.

Umfangreiche Maßnahmen für die sichere Behandlung von Menschen mit Diabetes
Voraussetzung für die Zertifizierung ist der Nachweis umfangreicher qualitätssichernder Maßnahmen. In den drei Kliniken des VKKD werden alle Menschen mit Diabetes während des gesamten stationären Aufenthaltes durch das Team des WDGZ, bestehend aus Diabetesberatern, spezialisierten Pflegekräften und Diabetologinnen, kontinuierlich mitbetreut. Auch die Stationsteams haben spezielle Schulungen erhalten. Das diabeteologische Betreuungssystem  wurde im Jahr 2020 zusätzlich durch den Gesundheitspreis des Landes NRW ausgezeichnet.

„In unseren VKKD-Kliniken kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDGZ täglich auf alle Stationen und unterstützen interdisziplinär das jeweilige ärztliche und pflegerische Team bei der Betreuung von Diabetespatientinnen und -patienten“, so Prof. Dr. Stephan Martin, verantwortlicher Chefarzt (WDGZ) und Diabetologe. „Auch bei operativen Eingriffen und Narkosen wird die Diabeteserkrankung konsequent berücksichtigt. Personen mit Diabetes sollten sich bei geplanten Operationen grundsätzlich über die diabetologische Versorgung in Kliniken informieren, denn durch eine gute Diabetesbetreuung lassen sich viele Komplikationen vermeiden, und Krankenhausaufenthalte können verkürzt werden. Es geht auch um Versorgungsgerechtigkeit: Personen mit Diabetes haben das gleiche Recht, wie Personen ohne Diabetes gut betreut zu werden, bei erhöhten Blutzuckerwerten ist diese Versorgungsgerechtigkeit nicht gegeben.“ Eine ambulante Diabeteseinstellung vor geplanten Operationen wird vom WDGZ in Kooperation mit der diabetologischen Schwerpunktpraxis am Südpark angeboten. Diese wird durch die Diabetologinnen Dr. Babette Gärtner und Dr. Barbara Christine Klein geleitet. Das DDG-Zertifikat bestätigt dieses kontinuierliche Engagement für eine fachlich hochwertige und sichere Versorgung.

Von den zusätzlichen Maßnahmen profitieren auch Patientinnen und Patienten, bei denen ein Diabetes bislang noch nicht diagnostiziert wurde. Denn bei jeder stationären Aufnahme werden routinemäßig die Blutzuckerwerte kontrolliert. Auf diese Weise können neue Diabeteserkrankungen frühzeitig erkannt und während des Krankenhausaufenthalts berücksichtigt werden. Das verbessert unmittelbar den Behandlungserfolg und trägt dazu bei, langfristige Folgeschäden durch eine rechtzeitige Therapie zu vermeiden.

Hannah Blake

Pressekontakt

Cassie Kübitz-Whiteley

Pressekontakt

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